Was Ausdauertraining in Deinem Körper bewirkt!

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Was Ausdauertraining in Deinem Körper bewirkt

Ausdauertraining hat einige positive Auswirkungen auf eine Vielzahl an verschiedenen Funktionssystemen in Deinem Körper. So löst ein regelmäßiges Ausdauertraining einige Anpassungen in deinem Körper aus. Welche das sind, zeigen wir Dir in diesem Beitrag.

Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zu einer Vergrößerung des Herzmuskels. Dadurch kann das menschliche Herz mit einem Herzschlag ein größeres Volumen an Blut pumpen. Gemessen wird die Schlagleistung des Herzens im Herzminutenvolumen. Das Herzminutenvolumen sagt aus wieviel Liter Blut (in Ruhe im Schnitt 4,5 – 5 Liter) das Herz in einer Minute pumpen kann.

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Ein trainierter Herzmuskel senkt außerdem die Herzfrequenz im Ruhezustand. Die Herzfrequenz eines trainierten Sportlers steigt grundsätzlich langsamer an, als die eines untrainierten Sportlers. So reagieren untrainierte Sportler schon bei Belastungen mit leichter und mittlerer Intensität.
Ausdauertraining führt weiterhin zu einer Vergrößerung der Herzkranzgefäße und zu einer Zunahme der Kapillardichte. Da das menschliche Herz auch mit Blut und Sauerstoff versorgt werden muss, führt das zu einer besseren Sauerstoffversorgung.
Wir haben hier die Hauptauswirkungen des Ausdauertrainings auf Dein Herz-Kreislauf-System noch einmal zusammengefasst:

  • Senkung der Ruheherzfrequenz
  • Senkung der Herzfrequenz bei gleicher Leistung
  • Hypertrophie des Herzmuskels (Vergrößerung)
  • Vergrößerung der Herzinnenräume (Herzdilatataion)
  • Erhöhtes Herzschlagvolumen
  • Erhöhtes Herzminutenvolumen
  • Verbesserung der Kapillarisierung des Herzmuskels (Versorgung mit Sauerstoff)
  • Senkung des Blutdrucks

Atmungssystem

Die Hauptreaktionen des Körpers auf ein regelmäßiges Ausdauertraining sind vor allem ein Anstieg des Atemzugvolumens und einer Erhöhung des Atemminutenvolumens. Das bedeutet, es steigert die Sauerstoffaufnahme des Körpers durch die Atmung. Weiterhin vergrößert sich die Atemmuskulatur und wird besser durchblutet.

Vegetatives Nervensystem

Ein regelmäßiges Ausdauertraining hat positiven Einfluss auf den sogenannten Parasympathikus. Der Parasympathikus steuert unwillkürlich die meisten inneren Organe sowie den körpereigenen Kreislauf des Blutes. Oftmals wird er als „Erholungsnerv“ bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Erholung und der inneren Ruhe/Ausgeglichenheit dient.

Auswirkungen auf die Regenerationsfähigkeit

Durch ein regelmäßiges Ausdauertraining verbessert sich die allgemeine Regenerationsfähigkeit. Der Körper verkraftet sozusagen Belastungen besser als ein untrainierter Sportler. Ein großes Plus ist eine schnellere Regeneration. Regelmäßiges Ausdauertraining führt zu einer besseren Durchblutung und somit zu einem schnelleren Abtransport Abfallprodukten (wie z.B. Laktat). Gleichzeitig ist die Sauerstoffversorgung von gestresstem oder beschädigtem Gewebe verbessert. Somit kann mehr Sauerstoff verarbeitet werden, was die Regeneration unterstützt.

Auswirkungen auf das Blut

Durch regelmäßiges Ausdauertraining verbessert sich die Fließeigenschaft des eigenen Blutes. Langfristig gesehen, erhöht sich das Blutvolumen durch eine Zunahme des Blutplasmas. Weiterhin wird die Anzahl roter Blutkörperchen erhöht was zu einem erhöhten Sauerstofftransport führt. Achtung: Eine zu starke Erhöhung der roten Blutkörperchen wirkt sich negativ auf die Fließeigenschaften aus. Das wird allerdings nur durch ein sogenanntes „Blutdoping“ erreicht.

Ausdauertraining und das Immunsystem

Intensive sportliche Betätigungen wirken im Körper wie Stress. Hierdurch wird das Körpereigene Abwehrpotenzial geschwächt. Dieser sogenannte „Open-Window-Effekt“ wird besonders von Ausdauersportlern gefürchtet da er die Infektanfälligkeit erhöht. Daher sollten genügend Erholungsphasen eingeplant werden. Ein gut geplantes Ausdauertraining führt allerdings zu einer Anpassung im Immunsystem. Der Sportler wird somit widerstandsfähiger gegen Infekte und Erkältungen.
Ausdauertraining führt weiterhin zu einem erhöhten Wohlbefinden, Euphorie, steigert die Lebensqualität und geistige Leistungsfähigkeit.

Ausdauertraining und die Muskulatur

Wie oben schon erwähnt, kommt es durch Ausdauertraining zu einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur. Das hat positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Die Kapazität und die Leistung des aeroben (mit Sauerstoff) Stoffwechsels wir erhöht. Außerdem vergrößern sich die Glykogenspeicher der Muskulatur. Diese können bis auf das Doppelte anwachsen und liefern dem Körper bei Belastungen somit mehr schnelle Energie.
Achtung: Beim Ausdauertraining solltest du darauf achten, nicht zu sehr auf Dauermethoden zu setzen, Hierbei können sich schnelle FT-Fasern (Fast-Twitch Muskelfasern) zu langsamen ST-Fasern (Slow-Twitch Muskelfasern) umwandeln. Dieser Prozess ist nach heutiger Studienlage nicht umkehrbar!

Auswirkungen auf das Hormonsystem

Abhängig von der Dauer und der Intensität des Ausdauertrainings, reagieren die Hormone mit einer vermehrten Freisetzung und somit einem erhöhten Anstieg im Blut. So werden Endorphine (Glückshormone) vermehrt freigesetzt. Das führt zu einem allgemein zufriedeneren Gemütszustand. Viele Läufer berichten unter anderem auch von dem sogenannten „Runner‘s High Zustand“.

Fait zum Ausdauertraining

Ausdauertraining hat eine Vielzahl positiver Effekte auf Deinen Körper. Achte bei der Trainingsplanung auf ausreichende Erholung damit Dein Immunsystem nicht zu sehr belastet wird. Auf jeden Fall solltest Du in deinem Workout ein Ausdauertraining feste mit einplanen.

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